Abbruch und Tiefbau bietet einem Bauingenieur eine spannende und vielfältige Aufgabe

Seit über 50 Jahren ist die Ettengruber Firmengruppe zuverlässiger Partner von Bauherren, Kommunen und Architekten rund um Abbruch und Tiefbau. Die Projekte reichen vom Einfamilienhaus über Spezialprojekte und Großobjekte bis hin zur fertigen Baugrube. Was Ettengruber als Arbeitgeber im Norden von München so attraktiv macht und warum Abbruch und Tiefbau für einen Bauingenieur, aber auch für einen Wirtschaftsingenieur, Bau-Techniker oder Geologe eine spannende Branche ist, zeigt das Interview mit Herrn Frederic Dumont.

Herr Dumont, Sie studieren Bauingenieurwesen – was hat Sie dazu bewogen?

Bauingenieurwesen ist eine interessante Sparte, die Technik und Menschen verbindet. Neben Konzeption, Planung, Entwurf, Konstruktion und Berechnung geht es auch um Personen, Führung und Psychologie. Das ist sehr vielfältig und begeistert mich. Ich war im Ursprung auf Maschinenbau fokussiert, aber mir fehlte das Menschliche, das Miteinander.

Bauingenieurwesen und gerade der Bereich Abbruch und Tiefbau ist viel spannender als man glaubt. Die Projekte sind abwechslungsreicher als einen Hochbau zu planen, da neben dem hohen Technikbezug eine Vielzahl von Gewerken und damit auch Menschen involviert sind. Ich habe einen persönlichen Kontakt zur Firma Ettengruber und war schon früher vom Abbruch und Tiefbau, wie es die Ettengrubers betreiben, fasziniert. Hier geht es nicht um trockene Theorie oder isolierte Sichtweisen, sondern um praktische Lösungen.

Im klassischen Hochbau gibt es einen Plan und der wird umgesetzt. Spontane Entscheidungen und Sonderlösungen oder Überraschungen gibt es kaum - anders als im Abbruch, der ist nicht planbar. Hier muss man Herausforderungen schnell und im Team lösen. Wenn man seinen Job gut macht, ist man quasi ein proaktiver Feuerlöscher und erkennt Probleme, bevor sie entstehen. Man muss das Wechselspiel der Abläufe kennen und beherrschen – eben mit dem Blick fürs Ganze.

Was ist Ihre wesentliche Tätigkeit als Bauleiter?

Jedes Projekt beginnt mit einer Objektbesichtigung. Dann erfolgt die Angebotsvorbereitung, Kaulkation und schließlich die Betreuung, d.h. die Koordination des Baustellenablaufs und zum Schluss die Abrechnung. Bei vielen Projekten geht es um die gesamte Steuerung eines komplexen Systems. Da müssen die eigene Mannschaft, Subunternehmer Bauherren, Anwohner koordiniert werden - auf der Baustelle und im Büro. Oft ist man auch mit der Begleitung von mehreren Abbruchvorhaben betraut, da wird es einem nie langweilig.

Was gefällt Ihnen besonders als Bauleiter im Bereich Abbruch und Tiefbau?

Es ist eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit, alles andere als monoton. Bei jedem Projekt müssen viele Aspekte verknüpft werden, ein stetiger Wechsel von Planung und Ausführung, von Technik und Menschen – ein verzahntes Miteinander, das Hand in Hand laufen muss. Um einen reibungsfreien Abbruch erfolgreich durchzuführen, muss man das Gesamtwerk sehen, verstehen und beherrschen. Man muss verstehen, was der Bauherr will, erkennen was er braucht und abgleichen mit dem was machbar und sinnvoll ist. Spannend wird es auch, wenn alte Planung über ein neues System, weil sich beispielsweise Gesetze oder Verordnungen geändert haben, umsetzen werden muss, das sind spannende Herausforderungen.

Gibt es etwas, das Ihnen beim Abbruch und Tiefbau nicht so gut gefällt?

Mir fehlt oft die Verbindung von Auftraggeber und Auftragnehmer. Manchmal mangelt es an fachlichem Wissen bzw. technischem Verständnis seitens der Auftraggeber, „alte Baukunst“ (das haben wir schon immer so gemacht) steht im Konflikt zwischen Innovationen und technischen Möglichkeiten. Dadurch zieht man nicht an einem Strang, obwohl man das gleiche Ziel hat. Außerdem führt das oft auch noch zu einem unnötiger Zeitdruck. Teilweise kommen aber auch persönliche Interessenskonflikte dazu und leider wird sehr oft auch nur auf die kurzfristige Kosten fokussiert, anstatt das Projekt mit dem Blick fürs Ganze anzugehen. Was nützt es vorne sparen und hinten doppelt draufzuzahlen? Daher lautet unsere Devise das gesamte Projekt zu sehen und für den Bauherren kosten- und zeitoptimal zu planen, als einzelne Gewerke zu optimieren und in Summe draufzuzahlen.

Was empfehlen Sie einem Studenten oder einem werdenden Ingenieur, der noch keine genauen Vorstellungen bzgl. seiner künftigen Arbeit haben?

Man sollte sich überlegen, ob man lieber sehr fokussiert ein kleines Rädchen bearbeitet oder eben eher breitgefächert das große Ganze. Dabei helfen auch die Fragen, was einem in der Kindheit schon gefallen und was ist tief in einem drin ist - mehr Mensch oder mehr Technik oder eben beides? Ich denke, ein Schnupperpraktikum oder en Ferienjob bringt da viel ans Licht.

Warum haben Sie sich für das Abbruchunternehmen Ettengruber entschieden?

Zum einen hatte ich hier früher schon immer wieder einen Ferienjob und zum anderen, und das ist mir wichtig, ich bin hier keine Nummer, sondern ein Mensch. Der Zusammenhalt in der Firma, das Verständnis und die Gemeinschaft sind toll. Alle ziehen an einem Strang, statt Schuldzuweisung und jemanden ans Messer zu liefern, unterstützt hier jeder jeden. Wir sind ein echtes Team – eine große Familie quasi.

Außerdem ist der Job interessant und man wird geschätzt, im Büro und auf der Baustelle, intern, von den Kollegen und extern von Dienstleistern und Auftraggebern. Es ist ein großes Miteinander.

Was ich auch toll finde, ist das saubere Arbeiten, es ist alles zeitgemäß und oft sind wir der Zeit auch ein bisschen voraus, aber innovatives Arbeiten hat ja bekanntermaßen ja noch nie geschadet. Wir setzen immer die neuesten Techniken ein. Auch gehen wir fair mit Kunden und Kollegen um. Ich denke, unser Wertesystem ist sehr gut und wird von allen gelebt. Es geht sehr harmonisch zu bei den Ettengrubers und die Strukturen und Prozesse sind auch absolut in Ordnung. Ettengruber macht ja auch Tiefbau und stellt über Recycling aus Abfall wieder ein neues Produkt her. Das ist nachhaltig und macht Sinn. Sinn statt dickem Dienstwagen gewissermaßen.

Wie schätzen Sie folgende fünf Punkte bei Ettengruber ein?

+    Sicherheit in Punkto materiell und Stabilität des Unternehmens 
Sehr hoch, das ist ja auch ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Wahl des Arbeitgebers geht.

+    Zugehörigkeit und Teil des Teams sein
Das Prinzip der Gemeinschaft, der Familie, das „Wir“ das Ettengruber vertritt, wird gelebt und ist fühlbar.

+    Anerkennung, Wertschätzung und Respekt
Erfolg wird gesehen, aber durch das „Wir“ funktionieren die Dinge hier und es läuft reibungsfrei, das ist Wertschätzung von innen und viel schöner als Schulterklopfen.

+    Autonomie, Selbständigkeit, frei und selbst entscheiden können
Bei Ettengruber gibt es hohe Freiheitsgrade, denn es steht immer der Erfolg des Projekts im Fokus. Aber man kann sich auch immer Rat einholen. Wir sind hier keine geführten Marionetten. Die hohen Freiheitsgrade sind gefordert und auch gewünscht – anders würde es auch gar nicht funktionieren, da Entscheidungen oft spontan und schnell getroffen werden müssen.

+    Orientierung, Sinn und Regeln
Fairness und der offene Umgang, die „saubere“ Arbeit in jeder Hinsicht sowie die Transparenz im Unternehmen sind klasse und stützen das Bild und die Werte, die auch von unseren Kunden so wahrgenommen werden.

Worauf achten Sie, wenn Sie eine Stellenanzeige lesen?

Wie sich die Firma im Hintergrund der Stellenanzeige präsentiert, hat sie einen warmen und glaubhaften Ausdruck, was habe ich für ein Gefühl. Geht es mehr um die Sache und um Menschen oder eher ums Geld und die große Show. Passen die Werte, Ziele und Inhalte zu mir.

Welche Vorteile hat ein inhabergeführtes Unternehmen gegenüber einem Konzern?

Wir haben einen engen Kontakt untereinander mit allen und so ein sehr starkes „Wir“, und trotzdem auch großes „Ich“. Man ist eben keine Nummer sondern behält sein „Ich“ und wird gesehen. Wir fühlen und leben die gemeinsame Zuständigkeit für den Erfolg, jeder hilft für die ganze Sache.

Außerdem gibt es flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege, somit hat jeder Beschäftigte viel Verantwortung. Loyalität wird bei uns groß geschrieben, so fühlen wir eine große Verbundenheit gegenüber den Kolleginnen und Kollegen. Das führt auch zu einem sehr familiären Betriebsklima und familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Wir haben auch häufig direkten Kontakt mit der Unternehmensspitze und unsere Erfahrungen fließen sogar in strategische Entscheidungen mit ein.

Bei Ettengruber gefällt mir auch die Innovationsfreude sehr sowie die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden. Jedes Projekt und jeder Kunde ist anders und das berücksichtigen wir. Das ist ähnlich wie bei einem guten Arzt, der nicht seine Standardprozedur und seine Medikamentation durchzieht, sondern individuell auf den Patienten eingeht und auch andere Heilverfahren und die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Forschung mit einbezieht.

Bei uns gibt es keine Fachidioten, jeder hat ein breites und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum, Nähe zum Kunden, zu den Dienstleistern und Subunternehmern und so auch nach außen sehr persönliche Geschäftsbeziehungen. Es menschelt sehr und das macht wirklich Freude.

Welche Nachteile hat ein Familienunternehmen gegenüber einem Konzern?

Nun, man wird schnell zur Verantwortung gezogen, wenn was schief läuft, weil keiner die Schuld auf andere schieben kann. Aber wenn mal was schief läuft, wird man nicht alleine gelassen, da das Ganze, also der Erfolg des Projekts und der Firma im Vordergrund steht. Es ziehen alle an einem Strang und jeder hilft das Problem so schnell wie möglich zu beseitigen. Dadurch lernen wir auch und verbessern uns stetig weiter.

Wir haben sicherlich längere Arbeitszeiten, da nichts an andere Abteilungen weitergegeben werden kann, auch weil eben der Blick fürs Ganze so wichtig ist. Wir haben kaum geregelte Arbeitszeiten, aber dafür auch den größeren Ansporn, Ergebnisse statt Stunden zählen! Wer in einem Familienunterehmen arbeitet ist Unternehmer im Unternehmen, das ist eine enorme Motivation.

Der Job fordert viel, da komplexe Zusammenhänge erkannt werden müssen. Man ist verantwortlich für Erfolg und Misserfolg. Es gibt quasi kein 08/15-Tagesgeschäft, da es immer neue Situationen und Anforderungen gibt. Kein Projekt gleicht dem anderen. Und um einen guten Job machen zu können, müssen wir auch regelmäßig die neue Bau- und Recycling-Verordnungen und die Gesetze, Normen und Vorschriften kennen. Dafür gibt es bei uns keine eigene Abteilung. Aber Fortbildung wird bei Ettengruber gefördert, weil schon immer klar war, dass wir Projekte im Abbruch und Tiefbau nur zum Erfolg führen können, wenn wir „up to date“ sind. Die Rechtslage ändert sich permanent, da muss man am Ball bleiben – jeder. Bei uns ist jeder Mädchen für alles und eben kein kleines isoliertes Zahnrad.

Kurz zum Schluss: Und worauf sollten man bei der Wahl des Arbeitgebers achten?

Entscheidend ist für mich, dass die eigenen Ideologien, Werte und Grundsätze mit denen des Arbeitgebers übereinstimmen. Auch müssen sich die Bedürfnisse beiderseits überschneiden – fachlich und menschlich. Man muss einfach zueinander passen und um das zu erkennen, ist es auch wichtig auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Man sollte versuchen gleich im ersten Gespräch eine Verbindung aufzubauen und bei jedem Kontakt prüfen, ob diese bestehen geblieben ist. Ich denke, dass ein paar Tage Probearbeiten für beide Seiten sinnvoll investiert sind. Oder man begleitete einen erfahrenen Bauleiter mal ein paar Tage. Das ist interessant und man spürt schnell, ob man zueinander passt oder nicht. Und dann müssen beide Seiten ehrlich sein – fair eben.

Herr Dumont - vielen Dank fürs Gespräch und viel Erfolg bei Ihrer weiteren Ausbildung!

(Das Interview führte Jürgen T. Knauf, SCOPAR GmbH)

Interview mit einem Bauingenieur als PDF

 

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